Servus,

hier findet Ihr in Zukunft (voraussichtlich ab Anfang 2021) unregelmäßig neue Infos zum Stand unseres nächsten – im Moment noch im Kopf – entstehenden Fotoprojekts „Blaues Eis – Wandern entlang bedrohter Riesen“.

Denn dieses Foto, welches Nicki von mir bei einer seiner ersten Gletscherwanderungen im Sommer 2004 gemacht hat, weckt in uns immer wieder den Wunsch nochmals „auf Eis zu wandern“. Deshalb haben wir uns entschieden, die nächsten zwei Wandersaisonen entlang der schwindenden Riesen in den europäischen Alpen zu wandern.   

Angang Oktober 2022: Am längsten Gletscherstrom der Alpen

Anfang Oktober sind wir für unser Projekt ins Schweizer Kanton Wallis gereist, um am Aletsch – dem längsten Gletscherstrom der Alpen – zu fotografieren. Leider hat uns das Wetter teilweise einen dicken Strich durch unsere Planung gemacht. Eigentlich hatten wir vier Tage zm Fotografieren angedacht, wovon drei komplett verregnet waren, erst am letzten Tag konnten wir viele unserer gewünschten Fotomotive – an einem wettertechnisch genialen – Tag abarbeiten.

Anfang September 2022: Im Bauch des Gletschers 

Da wir keine „klassischen“ Bergsteiger, sondern „nur“ Bergwanderer sind, hatten wir noch keine Gelegenheit, einen Gletscher von innen zu sehen. Diese Idee spukte uns aber schon länger im Kopf herum und bei unseren Recherchen stießen wir dann auf die Eishöhle am Tuxer Gletscher. Diese „Fotoexpedition“ entwickelte sich im Laufe der Führung zu einem der Highlights unseres Fotoprojekts.

Ende August 2022: Auf Spuren der Geschichte …

Am Ende des Pitztal liegt das gut zu erreichende Taschachhaus, welches uns als Ausgangspunkt für eine interessante Fototour dienen sollte. Wir hatten geplant, am Taschachferner die Überreste eines im 2. Weltkrieg abgestürzten Bombers zu fotografieren. Jedoch sagte uns der Hüttenwirt, dass kaum noch freiliegende Wrackteile zu finden sind und auch das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung, da wir oft komplett in Hochnebel eingehüllt waren.

Mitte Juli 2022: Gletschertrekking auf der Pasterze

Im Juni letzten Jahres hat es mit der Tour ins Gletschervorfeld wg. der vielen Altschneefelder nicht geklappt, dieses Mal haben wir es einen Monat später versucht. Bei den aktuellen Temperaturen kann man dem Gletscher regelrecht beim „Schwitzen“ zusehen, weshalb wir ein Gletschertrekking mit einem Bergführer gemacht haben, da die Bedingungen entlang des Eises immer schwieriger werden. Die Pasterze unterhalb des Großglocknermassivs ist zwar Österreichs größter Gletscher, aber gleichzeitig verliert sie auch mit am meisten an Masse- und Länge.

Anfang Juli 2022: Unterwegs auf dem Gletscherweg Innergeschlöss

Im Herzen der Hohen Tauern liegt einer der schönsten Talabschlüsse der Ostalpen – das Geschlösstal. Bei unseren Recherchen zu interessanten Fotolocations zu unserem Projekt „Blaues Eis“ sind wir dann durch einen Tipp eines Fotokollegen auf das sog. „Innergeschlöss“ und den „Gletscherweg“ gestossen. Dieser führt vom Venedigerhaus hinauf entlang eines Wasserfalls bis zu einer Anhöhe, von wo der Weg weiter in Richtung Schlatenkees (Gletscher) am Fuße des Großvenedigers verläuft. Bevor man endgültig zum Gletschertor des Schlatenkees (nicht mehr zugänglich) vorstößt, überquert man zuerst die vorgelagerten Gletscherschliffe, welche in verschiedensten Formen und Farben leuchten.

Mitte Juni 2022: Deutschlands tiefstgelegenes Eisfeld

Bei relativ moderaten Temperaturen haben wir uns aufgemacht, Deutschlands tiefstgelegenes „Eisfeld“, die Eiskapelle unterhalb der Watzmann Ostwand, zu besuchen. Allerdings ist die Eiskapelle eigentlich kein klassisches Eisfeld, sondern „nur“ ein Firnfeld mit einem gewaltigen Hohlraum, dessen Eingang einem großen Gletschertor gleicht. Jedoch haben wir – als Erstbesucher – den Eingang zur Eiskapelle nicht gefunden, dafür haben wir während der Wanderpause eine größere Gruppe Gämsen in den Altschneefeldern beobachtet.

Mitte September 2021: Der fast verschwundene Gletscher

Vor ca. acht bzw. sechs Jahren haben wir das letzte Mal den Similaungletscher überquert, als wir von der Martin-Busch-Hütte im Ötztal zur Similaunhütte in Richtung Südtirol gewandert sind. Diese Wanderung war damals ein wichtiger Bestandteil meiner ersten Reportage „Ein bunter Haufen auf Wanderschaft – der Schaftrek im Ötztal“ (Alpinwelt, Ausgabe 4/2013). Beim sog. Schaftrek werden jedes Jahr bis zu 2.500 Schafe zweimal pro Jahr – im Frühjahr vom Südtiroler Schnalstal in österreichische Ötztal und im Herbst wieder retour – getrieben. Nun war ich für unser Projekt „Blaues Eis“ wieder mal im Ötztal unterwegs und war sehr erstaunt auf dem Weg zur Similiaunhütte kaum noch Eis zu finden. Die wenigen vorhandenen Reste des Gletschers sind inzwischen unter einer grau-schwarzen Geröll- und Kiesfläche verschwunden.

Mitte August 2021: „Drei“ der letzten bayrischen Gletscher

Im 19. Jahrhundert war das Zugspitzplatt komplett von einem großen Gletscher, dem sog. Plattachferner bedeckt, welcher inzwischen nur noch aus drei „Teilen“ (der Gletscher hat sich um 1900 in vers. Teile gespalten) besteht, dem Höllentalferner sowie dem Nördlichen und Südlichen Schneeferner, drei von den letzten fünf bestehenden Gletschern in Bayern. Allerdings kann man unserer Meinung nach, fast gar nicht mehr von Gletscher sprechen, da unterhalb des Zugspitzplatts mehr graue Geröllfläche als wirklicher Gletscher zu finden ist und die sichtbaren Reste notdürftig mit Planen abgedeckt sind. Wer noch einen Blick auf den Südlichen und Nördlichen Schneeferner werfen will, kann dies bequem mit der Zugspitzbahn machen, wer den „dritten“ – den Höllentalferner – sehen will, muss zu Fuss auf die Zugspitze über die Höllentalangerhütte wandern.

Ende Juli 2021: Veränderte Wegführung

Diesmal haben wir uns eine Tour ausgesucht, welche vor mehr als 16 Jahren eine meiner ersten Gletscherüberquerungen war. Ebenso war es 5 Jahre später auch Nicks erste Gletscherüberquerung. Inzwischen musste die „alte“ Wegführung – wir waren zuletzt 2013 „oben“ – vom Pitztaler Skigebiet über den Mittelbergferner hinauf zur Braunschweiger Hütte mehrmals angepasst werden, da sich der Übergang zum Gletscher und weiter zur Hütte immer wieder aufgrund verschiedenster Umwelteinflüsse (Gletscherschwund, Felssturz, usw.) verändert.

Anfang Juli 2021: Spontan auf über 3.000 m

Anfang Juli haben wir ganz uns spontan für eine dreitägige Fototour auf dem Stubaier Gletscher entschieden. Bei unserem letzten Besuch 2014 wurden noch Teile des Gletschers mit Vliesen abgedeckt, um den Gletscherschwund zu reduzieren, während aktuell nur noch noch wenige Stellen – bei Seilbahnstützen, usw. – abgedeckt werden. Ursprüglich wollten wir am nächsten Tag ein Teilstück des Stubaier Höhenwegs wandern, aber aufgrund eines Wetterwechsel haben wir umdisponiert und im Umkreis der Dresdner Hütte fotografiert.

Juni 2021: Hinauf auf 2.370 m

Zum Glück hatten wir für Mitte Juni vor mehreren Wochen bereits ein verlängertes Wochende an der Pasterze am Großglockner geplant. Allerdings waren momentan noch so viel Altschneefelder vorhanden, dass wir unsere geplante Tour bis zum Gletschervorfeld nicht machen konnten. Aber das steht nun weiterhin auf unserer „To-do Liste“ für unser neues Fotoprojekt „Blaues Eis“.  Und wer schon mal in der Gegend rund um die Pasterze unterwegs war, weiss dass es noch viele andere interessante Fotomotive gibt – z.B. sind die Murmeltiere gegenüber Besuchern sehr zutraulich – d.h. als Fotograf muss man nur etwas warten können.

Mai 2021: Überraschung in der Höllentalklamm !

Da der April und Mai bis jetzt (22.Mai) relativ kühl und sehr nass war, haben wir bei unserer geplanten Tour zur Höllentalangerhütte in der Höllentalklamm zur unserer Überraschung noch sehr große Schneemengen vorgefunden. Bisher hatten wir bei unseren Besuchen im Frühsommer noch nie solche Schneemengen, weshalb wir so mit fotografieren beschäftigt waren, daß wir die Zeit aus den Augen verloren haben und es zu knapp für den Weiterweg zur Höllentalangerhütte wurde.

Februar 2021: Erste Zeichen vom Frühling

Während es letzte Woche noch Minusgrade hatte, hat sich für die letze Februarwoche eine sehr milde Wetterstimmung mit Temperaturen bis zu 20 Grad angekündigt. Deshalb sind wir gestern sehr früh aufgebrochen, um noch Eisstrukturen am Ufer des noch fast komplett zugefrorenen Eibsee zu fotografieren.

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